Milben das Spinnentier

Was sind eigentlich Milben? Milben stammen von Spinnentieren ab und gehören zum Stamm der Gliederfüßer. Mit rund 50.000 unterschiedlichen Arten in mehr als 500 verschiedenen Familien sind sie die größte Gruppe der Spinnentiere. Doch gibt es eine noch größere Dunkelziffer an Milbenarten, welche bis dato noch nicht einmal von Forschern und Biologen entdeckt worden sind.

Die kleinsten Milben messen nur 0,1 Millimeter. Die größten Milben, auch bekannt als Zecken, können rund drei Zentimeter groß werden. Gleich wie Webspinnen haben Milben acht Beine obwohl im sogenannten Larvenstadium oftmals nur sechs Beine ausgeprägt sind. Da Milben auch für Mensch und Tier Gefahren birken, sollte man Sie wie auch anderes Ungeziefer und Schädlinge bekämpfen.

Da Milben von Natur aus besonders langsam sind, benutzen sie oftmals größere Insekten als Wegbeleiter um somit auch größere Entfernungen zurücklegen zu können. Damit dies geschieht, saugen die Milben während des Transportes die Körpersäfte ihrer Begleiter aus. So sind vor allem Hunde, Katzen und auch Pferde besonders stark von Milbenbefall betroffen. Aber auch Nagetiere wie das Meerschweinchen hat Probleme mit Milben.

Während es Milben gibt, die einen gewissen Gesichtssinn entwickelt haben, um lebendige Beute zu erkennen, ist die Großzahl der Milben durch Blindheit gekennzeichnet. Durch einen ausgeprägten Tastsinn können sich die Parasiten spielerisch einfach bei Menschen und Tieren einnisten, ohne dass der Betroffene dies überhaupt merkt. Auch oft nicht erkannt ist eine Milbenallergie bei Kindern, hier sollten Symptome immer mit einem Kinderarzt abgeklärt werden.

Milben können in unterschiedlichen Lebensräumen vorkommen, wobei mehr als die Hälfte der bisher bekannten Arte direkt im Boden lebt. Doch gibt es mehrere unterschiedliche Lebensräume wo Milben noch auftreten können wie an den Haarwurzeln der Augenwimper oder in Nasenlöchern von Vögeln sowie Mundöffnungen von Insekten. Auch sehr bekannt sind die Schnabel Milben am Wellensittich welche mit Puder behandelt werden können.

Zu den bekanntesten Milben zählen unter anderem:

Milben beim Mensch

Wenn Milben einmal den menschlichen Organismus attackiert haben, sind sie ein Auslöser für eine allergische Reaktion wie Asthma oder auch Krätze.

Die häufigste Allergieart bei Menschen ist die Hausstaubmilbenallergie. Die gefährlichen Milben ernähren sich bei dieser Art von Pilzen, welche auf 

Milben beim Menschen

Hautschuppen wachsen. Ein besonders beliebter und nährreicher Platz für Hausstaubmilben befindet sich in Matratzen oder auch in den Zwischenräumen der Bettwäsche. An diesen Plätzen können massenhaft Parasiten entstehen.

Der allergieauslösende Part ist schlussendlich der Kot der Milben. Dieser enthält kleine allergieauslösende Partikel, welche bei regelmäßigem und andauerndem Einatmen schlussendlich zu einer Hausstauballergie oder auch Asthma führen können.

Zusätzlich können gefährliche Milben auch in den Haarfolikeln des Menschen eingenistet sein. Sie ernähren sich hier hauptsächlich von einer Fettschicht, welche vor allem im Gesicht oder an der Kopfhaut zu finden ist.

Eine weitere, besonders bekannte, jedoch mittlerweile wenig verbreitete Art von Milben bei Menschen sind sogenannte Grabmilben. Diese Art legt ihre Eier direkt in die Haut des Wirtes ab und löst dadurch einen besonders schweren und schmerzhaften Juckreiz aus. Umgangssprachlich wird dieser Juckreiz auch als Krätze bezeichnet, denn in besonders schlimmen Phasen können durch das andauernde Kratzen Blutspuren am Körper entstehen.

Milben beim Tier

Nicht nur Menschen können von Milben befallen werden, sondern vielmehr sind auch Tiere ein besonders beliebter Wirt bei Milben. Da Milben ein besonders warmes Klima bevorzugen und in dicht besiedeltem Haar einen nährhaften Boden finden, sind Milben beim Pferd besonders häufig gesehen. 

Milben beim Hund

Sobald Pferde sich in der Zeit des Fellwechsels befinden sie sie besonders beliebt bei Milben. An den kahlen Stellen des Pferdes beißen sich Milben fest und können sich in kurzer Zeit drastisch vermehre. Sie verursachen extreme Juckschmerzen und Rötungen und können im schlimmsten Fall zu drastischem Gewichtsverlust und Bläschenbildung sowie bleibenden Hautverkrustungen führen.

Doch findet man Milben nicht nur bei Pferden, sondern auch bei weiteren Tierarten wie Hunden, Katzen und Kaninchen. Zudem sind Milben im Hühnerstall auch keine Seltenheit. Sobald Milben beim Hund auftreten ist eine rasche Behandlung notwendig, auch sollten Milben bei Katzen sowie Milben bei Kaninchen nicht unbehandelt gelassen werden da sich diese in besonders kurzer Zeit vermehren können und dem Tier besonders Schmerzen zufügen können. Neben dem bekannten Juckreiz können vor allem bei Hunden und Katzen Entzündungen ihm Ohr auftreten, sobald sich die Parasiten in der Innenmuschel des Ohres vermehrt und eingenistet haben.

Wie wirken sich Milben auf Menschen aus?

Sobald Milben einen Platz gefunden haben sich dauerhaft einzunisten, kann dies für den menschlichen Organismus einige Probleme darstellen. Neben dem bekannten Juckreiz und Hautrötungen entstehen immer häufiger allergische Reaktionen, welche durch Milben verursacht werden. Da Milben nie alleine 

überleben können, sondern sich in kurzer Zeit besonders schnell vermehren, kann eine Übertragung des allergischen Mittels besonders schnell erfolgen.

An warmen und feuchten Orten fühlten sich Milben besonders wohl, daher werden sie immer öfter in Matratzen, Sofas oder auch direkt in der Bettwäsche gefunden. Durch die Ausscheidungen der Milben entstehen immer häufiger allergische Reaktionen. Der getrocknete Auswurf der Milben zerfällt in Millionen von kleine Teile, welcher sich mit dem Hausstaub besonders schnell vermischen kann.

Oftmals verspürt man zu Beginn nur eine Erkältung, und behandelt diese mit herkömmlichen Erkältungsmitteln doch je häufiger diese Symptome auftreten desto wahrscheinlicher ist es, dass man eine Hausstauballergie entwickelt hat. Man bekommt Atembeschwerden, entwickelt gerötete Augen und bekommt schwerer als sonst Luft. Nun ist es wirklich Zeit die Milben zu bekämpfen.  Es gibt bereits eine Vielzahl an Behandlungen gegen die Hausstauballergie, doch um eine vollständige Genesung zu erlangen ist es besonders wichtig auf dir richtige Hygiene in den Wohnräumen zu achten. So sollte regelmäßig Staub gewischt werden und so oft wie möglich eine frische Bettwäsche überzogen werden, um Hausstaubmilben der lästige Mitbewohner, keine Möglichkeit mehr zu geben sich einzunisten.

Milben im Haushalt vermeiden?

Wenn man Milben auf langfristige Zeit im Haushalt vermeiden will, ist es besonders wichtig darauf zu achten jeglichen Hausstaub so rasch wie möglich zu entfernen, denn gerade diese Form ist der Hautnahrungsboden für Milben. Tägliches Staubsaugen oder auch Wischen kann dazu führen, dass Milben effektiv entfernt werden können.

Sollten Tiere im Haushalt leben, ist die richtige Tierpflege besonders wichtig denn die Parasiten nisten sich gerne direkt im Fell der Tiere ein und werden so im gesamten Wohnbereich auf besonders leichte Art verbreitet, ohne dass man davon etwas merkt. Ein spezielles Antimilben Shampoo sollte für die Tierpflege verwendet werden um nicht nur Ihnen selbst, sondern auch dem Tier ein Leben frei von Milben gewährleisten zu können.

Milben vorbeugen und bekämpfen?

Wenn man Milben auf eine effektive Art und Weise bekämpfen will, lohnt sich oftmals alt bewährte Hausmittel zu verwenden. Ein effektives und natürliches Mittel ist Kokosöl. Dieses Öl ist darauf ausgerichtet die Milbenpopulation möglichst gering zu halten. Das Öl kann täglich verwendet, egal ob innerlich oder äußerlich. Der Geruch der Laurinsäure, welche im Öl enthalten ist, vertreibt die kleinen Ungeziefer und andererseits hat es eine natürliche antibakterielle Wirkung auf den menschlichen Organismus.

Eine weitere sanfte und trotzdem besonders effektive Methode um Milben zu bekämpfen ist Teebaumöl. Dieses Öl lässt sich spielerisch einfach zu einem alltagstauglichen Milbenspray umfunktionieren und kann auf rein natürliche Weise mit nur 30ml Öl und zirka einem halben Liter Wasser erzeugt werden. Die Anwendung garantiert nicht nur eine Besserung der Milbenplage sondern beinhaltet nachweislich eine antibakterielle Wirkung, welche besonders bei Allergikern besonders beliebt ist.

Weiters schwören immer mehr Betroffene auf die Wirkung von Neemöl. Dieses spezielle Öl ist einerseits t geruchslos und farblos und wurden von Forschern aufgrund des beinhaltenden Hormons Azadirachtin als besonders wirksame Methode gegen Milben diagnostiziert. Dieses Hormon hindert Milben daran ihren Wachstum zu Ende zu bringen und somit können das Ungeziefer und schnelle Art und Weise bekämpft werden.

Wenn es darum geht Tiere vom Milbenbefall zu befreien, beziehungsweise einen Milbenbefall bereits im Vorfeld umgehen sind Essig und Schwefelblüte eine wahre Wunderwaffe. Durch die regelmäßige Anwendung werden Milben auf besonders schonende aber effektive Weise vom Tier ferngehalten. Der Geruch, welcher von diesen Mittel ausgestoßen wird, wirkt für Milben derartig abtörnend und hinter die Parasiten daran sich in das Fell der Tiere zu beißen.

Doch ist neben all diesen Mittel der hygienische Umgang in den eigenen vier Wänden besonders wichtig, um Milben effektiv vorbeugen zu können. So sollte man als Allergiker darauf achten einen speziellen Milben Matratzenbezug zu verwenden um Milben keinen Platz zum Vermehren zu geben. Zudem sollte die Bettwäsche durch eine spezielle Milbenbettwäsche ausgetauscht werden und so oft wie möglich mit einem Milben Waschmittel gewaschen werden, um dem Matratzenbezug genügend Sauerstoff zuzuführen

Da Milben vor allem im Bett oder auf dem Sofa einnisten, gibt es spezielle Milben Bettwäsche, welche bereits mit einem Wirkstoff konzipiert wurden, die darauf ausgerichtet sind einen Milbenbefall zu verhindern. Zudem sollten jegliche Polstermöbel mit einem eigenen Matratzensauger gereinigt werden. Dieser spezielle Sauger ist ausgestattet mit einem eingebauten Staubfilter, welcher verhindert das sämtliche Milben und somit auch Milbenkot in der Raumluft abgegeben wird. Zudem überzeugt dieses Gerät durch eine besonders starke Vibration, welche darauf ausgerichtet ist, den Kot von der Matratze oder von dem Sofa zu lockern, um ihn leichter aufsaugen zu können. Hoch technologisch ist auch die Anwendung einer UVC Lampe gegen Milben, welche aber meist schon in Kombination bei einem Milbensauger integriert ist. Eine weitere Möglichkeit ist die Luft mit speziellen Luftwäschern allergiefrei zu halten, dies hilft auch bei Milben. So sind Luftreiniger gegen Milben auch oft ein gutes Mittel im Kampf gegen das Problem.

Fazit:

Auch wenn die Hausstaubmilbe ein weit verbreitetes Insekt in den eigenen vier Wänden geworden ist und zudem ein Hauptgrund für viele allergische Reaktionen ist, sollte man sich nicht kampflos den Milben ausliefern lassen.

Wann es darum geht Milben auf effektive und schnelle Art los zu werden, ist es besonders wichtig hygienische Maßnahmen im Wohnraum zu setzen. Neben dem täglichen Wischen und Saugen sollten zudem spezielle Mittel wie Öle oder auch Matratzenbezüge verwendet werden, um Milben auf langfristige Zeit fernhalten zu können.

Interessante Links

http://www.augsburger-allgemeine.de/wissenschaft/Forscher-warnen-Gefaehrliche-Parasiten-in-US-Bienenfarmen-id41413236.html

 

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