Milben bei Katzen

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Milben zählen neben Flöhen oder Zecken zu den Parasiten, die bei Katzen am häufigsten vorkommen. Katzen sind optimale Wirtstiere für Milben, da diese Wärme und Feuchte bevorzugen und sich somit gerne im Fell der Katze einnisten. Milben sind für Katzen äußerst lästig und können sogar eine Allergie auslösen. Ein Indiz für Milben bei Katzen sind starker Juckreiz. Im folgenden Artikel finden Sie Informationen wie Sie Milbenbefall bei Ihrer Katze vorbeugen können Wie Sie den Befall erkennen und behandeln und warum Katzenmilben auch für Menschen gefährlich sind.

Milben als Krankheitserreger bei der Katze

Es gibt viele Arten von Milben, aber nur eine Handvoll befallen Ihre Katze. Die Symptome hängen davon ab, welche Milben Ihre Katze heimsuchen. Einige Milben graben sich in die Hautschichten, andere leben auf dem Fell oder im Ohr der Katze.

Eine Katze wird vor allem von folgenden Milbenarten befallen:

  • Ohrmilben
  • Grasmilben
  • Grasmilben
  • Demodexmilben
  • Rädemilben
  • Raubmilben

Welche Milben kann eine Katze haben?

Ohrmilben

Die am häufigsten bei Katzen vorkommende Milbenart ist die Ohrmilbe. Diese befallen in erster Linie die Ohrmuschel, den Gehörgang und den Nackenbereich. Diese Milbenart kommt das ganze Jahr vor und ist verhältnismäßig robust. Durch den Milbenbefall wird der Gehörgang gereizt und es bildet sich vermehrt Ohrschmalz. Das ist ein Anzeichen um die Ohrmilben zu erkennen. Es bilden sich dann meist bröckelige schwarzbraune Beläge rund um das Ohr. Die erhöhte Ohrschmalzbildung für oft zu einer Entzündung des Gehörgangs und zu starken Juckreiz.

Sie können auch ohne Wirt bis zu drei Wochen überleben. Die Übertragung erfolgt von einem infizierten Tier zu einem anderen, teilweise auch mit dem Menschen als Überträger. Befallene Tiere schütteln oft ihren Kopf, wodurch Milben auf andere Tiere überfliegen können. Sind andere Tiere im Haushalt, sollten diese bei einem Befall eines Tieres ebenfalls untersucht und behandelt werden. Vor allem Jungtiere sind oft von Ohrmilbenbefall betroffen und sollten daher bei den ersten Untersuchungen beim Tierarzt immer auf Ohrmilben untersucht werden.

Grasmilben

Die Grasmilbe, auch als Herbstgrasmilbe, Heumilbe oder Erntemilbe bekannt, tritt in Europa nur zwischen Juli und Oktober auf. Diese Milben sind orange-rot und etwa 0,5 mm groß. Diese Milbenart lebt überwiegend auf dem Erdboden. Um einen potenziellen Wirt zu befallen, klettern sie jedoch auf Grashalme, um sich von dort auf den Wirt fallen zu lassen. Besonders gefährdet sind demnach Freigänger oder streunende Katzen. Bevorzugte Orte der Herbstgrasmilben sind die Zwischenräume zwischen den Zehen, der Maulbereich, die Ohrränder oder der Schwanz der Katze.


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Demodex Milben

Die Demodex Milbe, auch Haarbalgmilbe genannt, kommt eher selten bei Katzen vor. Die Milben sind in einer gewissen Anzahl immer bei einer Katze vorhanden. Ein Krankheitsausbruch erfolgt meist bei geschwächten oder kranken Tieren.  Diese Milben haben einen eher länglichen, kegelförmigen Körper und besitzen kurze Beine, die vorne am Körper sitzen. Die Übertragung erfolgt nur durch engen Körperkontakt zwischen Katzen. Haarbalgmilben sitzen in der Haut, bzw. in den Haarfollikeln und verursachen keinen Juckreiz, sondern meist nur lokale Hautveränderungen. Anzeichen für einen Befall sind Hautentzündungen, Haarausfall, kahle Stellen und Krusten rund um die Augen.

Räudemilben

Räudemilben werden ebenfalls durch den Kontakt zwischen infizierten und nicht-infizierten Tieren übertragen. Aber auch hier reicht der gemeinsame Aufenthalt am gleichen Ort. Diese Milbenart lebt in der obersten Hautschicht der Katze und bohrt doch Gänge um Ihre Eier abzulegen und Kot auszusondern. Dies für dann zu Veränderungen der Haut, die sich durch Jucken und lichte Stellen im Fell der Katze zeigen. Räudemilben überleben jedoch nur wenige Tage ohne ihren Wirt. Jedoch ist Vorsicht geboten. Fällt ein Tier im gemeinsam genutzten Katzenbett aber, kann diese dann auf die anderen Katzen übergehen und ebenfalls die Symptome zeigen.  Diese Milben kommen in Europa eher selten vor, befallen wenn aber meist ältere oder geschwächte Tiere.

Raubmilben

Raubmilben sind etwa 0,2 bis 0,5 mm groß und haben einen sechseckigen Körper mit kurzen, kräftigen Beinen. Raubmilben können ebenfalls längere Zeit ohne ihren Wirt überleben. Neben einer direkten Übertragung von einem infizierten Tier reicht somit auch die gemeinsame Nutzung von beispielsweise Liegeflächen aus, dass ein gesundes Tier angesteckt werden kann. Diese Milben werden auch „wandernde Schuppen“ bezeichnet, da Sie meist mit bloßem Auge erkennbar sind. Einige der Symptome für einen Befall sind Juckreiz, vermehrtes Belecken und kahle Stellen im Fell.

Wie schütze ich meine Katze vor Milben?

Ein Schutz der Katze vor Milben kann mit entsprechenden Hausmitteln oder anderen Präparaten erfolgen. Des Weiteren sollte man nach Kontakt mit befallenen Katzen ausreichend die Hände waschen und desinfizieren, um die Übertragung auf eine gesunde Katze zu verhindern. Einem Milbenbefall bei Katzen kann vorgebeugt werden, in dem man z.B Spot-On Lösung* verwendet. Diese ziehen in die Haut ein und verderben der Milbe oder anderen Parasiten wir Zecken den Appetit.

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Katzenmilben erkennen – Welche Symptome gibt es?

Wenn eine Katze Milben hat, gibt es verschiedene Symptome, die je nach Art der Milben variieren. Bei allen Milbenarten kommt es meist zu einem starken Juckreiz. Dieser entsteht sowohl durch die Milben selbst, die in die Haut der Katze stechen, um Eier abzulegen, als auch durch den Kot und Speichel der Milben, welcher ebenfalls Hautreizungen verursacht. Durch das häufige Kratzen entstehen bei der Katze oftmals blutige Stellen oder Verkrustungen im Fell. Katzen mit Milbenbefall putzen sich häufiger und teilweise so intensiv, dass kahle Stellen im Fell entstehen.

Bei Milben im Katzenohr kratzt die Katze häufig an den Ohren, hält die Ohren oder den Kopf schräg oder schüttelt diesen vermehrt.

Die Behandlung – Mittel gegen Katzenmilben

Zur Milbenbehandlung gibt es verschiedene Medikamente, aber auch Hausmittel. So kann man beispielsweise Kokosöl gegen Milben bei Katzen einsetzen. Dieses hat eine abschreckende Wirkung. Achtung kein Teebaumöl bei Katzen anwenden, da dieses giftig für Katzen ist.

Im Handel gibt es zahlreiche Millbenmittel. Wenn die Katze Milben im Ohr hat, kommt beispielsweise das AniForte Ohrmilbenöl in Frage, da dieses die Katzenohren von Milben befreien kann. Milben am Kinn der Katze lassen sich zum Beispiel mit dem Milbenspray AniForte Milben Stop Spray behandeln. Weitere Mittel gegen Milben sind Milbenpuder (z.B. auch von Ani Forte oder Ardap), Milben Spot On (z.B. von Bogadual) oder Katzen Milbenshampoo. Verschiedene Milbenmittel bei Räudemilben können Abhilfe schaffen, indem sie die Milben abtöten und den Juckreiz lindern. Bei der Milbenbehandlung ist es wichtig, dass alle im Haushalt lebenden Tiere parallel behandelt werden, um eine erneute Ansteckung zu verhindern.

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Milben bei Katzen vorbeugen – 3 Tipps

  1. Um Milben vorzubeugen, sollte man regelmäßig das Fell pflegen, um so eventuell vorhandene einzelne Milben im Katzenfell auszubürsten, bevor sie sich festsetzen und vermehren können. Außerdem findet man so schnell Hautreizungen oder andere Symptome, um rechtzeitig handeln zu können.
  2. Katzendecken, Betten und Katzenklo sollte regelmäßig gereinigt werden. Milben setzen sich oft in Textilien wie auch dem Sofa fest und können so später auch auf andere im Haushalt lebende Tiere überspringen.
  3. Sogenannte Spot-on Präparate immunisieren die Katze gegen Milben. Diese Mittel werden im Nacken der Katze getropft. Dort kann die Katze das Präparat nicht ablecken. Das Mittel wird dann von der Haut aufgenommen und gelangt in den Blutkreislauf und verteilen sich im ganzen Körper. Bekannte Hersteller dieser Präparate sind Stronghold® oder Advocate®.
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Umgebung der Katze von Milben befreien

Neben der Behandlung bei Milben bei der Katze, sollte auch die Umgebung gründlich gereinigt werden. Milben fallen auch hin und wieder vom Wirtstier ab und landen so auf Teppichen, Katzenbett und auf der Couch. Eine Behandlung von Milben der Katzen dauert bis zu 14 Tagen. In der Zeit sollte penibel auf die Entfernung der Milben in der Umgebung geachtet werden. Folgende Tipps helfen Ihnen dabei:

  • Katzenbett regelmäßig absaugen oder nach Möglichkeit waschen
  • Lieblingsspielzeug ebenfalls waschen, falls dies nicht möglich ist dann 24h in die Gefriertruhe
  • Teppiche und Couch regelmäßig absaugen, da auch eine Übertragung auf den Menschen möglich ist.
  • Couch, Teppich und andere Textilien regelmäßig mit Anti-Milben-Spray einsprühen um in den Textilien lebende Milben abzutöten.
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Sind Katzenmilben für Menschen gefährlich?

Die meisten Milben bevorzugen das warme Katzenfell, sodass der Mensch als Wirt weniger interessant ist. Die Gras- und Raubmilbe befällt jedoch teilweise auch Menschen. Es kommt dann ebenfalls zu Juckreiz und Hautreaktionen. Die Milben können sich auf dem Menschen nicht vermehren, sodass das Behandeln der Katze und der Umgebung ausreicht. Die Symptome beim Menschen verschwinden dann meist nach einigen Tagen von alleine.

Fazit:

Milben bei der Katze sind äußerst lästige Parasiten. Es gibt verschiedene Arten von Milben, die unterschiedliche Symptome hervorrufen und unterschiedlich behandelt werden müssen. Zur Milbenbehandlung sollten in erster Linie ein entsprechendes Präparat aus dem Handel oder ein Medikament vom Tierarzt verwendet werden und die Anwendung gegebenenfalls wiederholt werden.

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