Hausstaubmilben

Hausstaubmilben

Was sind Hausstaubmilben? 

Die Hausstaubmilbe, wissenschaftlich als „Dermatophagoides“ bezeichnet, zählt zu der Gattung der Spinnentiere. Es gibt ca. 150 bekannte Unterarten, wobei die häufigsten Unterarten die Dermatophagoides pteronyssinus (europäische Hausstaubmilbe) und die Dermatophagoides farinae (amerikanische Hausstaubmilbe). Im Gegensatz zu anderen Milbenarten sind Hausstaubmilben für das bloße Auge unsichtbar. Ihr Körper ist gerade einmal 0,1 bis 0,5mm groß. Betrachtet man sie unter einem Mikroskop, dann erinnert ihr tropfenförmiger Körperbau an den von Zecken. Zur Fortbewegung besitzen sie 8 Beine und zusätzlich an ihrer Vorderseite 4 kleine Kauwerkzeuge. Hausstaubmilben sind völlig harmlos. Sie beissen nicht und übertragen keine Krankheiten. Ihr Kot ist jedoch ein Allergen, welches jeden Hausstauballergiker an die Grenzen bringt.

1 Gramm normaler Hausstaub kann tausende Milben beinhalten. Sie lieben den Staub, da dieser größtenteils aus abgestorbenen Hautschuppen bestehen – das Hauptnahrungsmittel der Milben. Aber auch Schimmelpilze verspeisen die kleinen Spinnentiere regelmäßig, um die fetthaltigen Hautzellen besser verdauen zu können.

Als Lebensraum bevorzugen die Milben Orte, die auf der einen Seite sehr warm sind und gleichzeitig eine hohe Luftfeuchtigkeit bieten. Ein Bett ist darum ideal für sie, denn die Menschen heizen diesen Ort im Schlaf auf eine konstante Temperatur zwischen 25° und 30° auf. Durch die Atemluft wird die Umgebung gerade im Bereich des Kopfkissens auf 70% bis 80% erhöht, sodass die Milben dort perfekt gedeihen können. Das ermöglicht es den Tieren, bis zu 100 Tage zu überleben. Die durchschnittliche Lebensdauer der Milben beträgt allerdings nur ca. 30 Tage.

Hausstaubmilbenallergie – Die typischen Symptome

Im Gegensatz zu anderen Milbenarten gibt es keine Hausstaubmilben Bisse oder Stiche der Haut, da die Tiere sich nur von dem Staub, aber nicht von dem Blut der Menschen ernähren. Ihre Ausscheidungen sind dagegen sehr effektive Allergene. Allein in Deutschland leiden ca. 4,5 Millionen Menschen an einer Hausstauballergie. Diese Allergie ist nur schwer von einer Erkältung zu unterscheiden. Zu den typischen Anzeichen gehören:

  • Husten
  • Niesen und Schnupfen
  • Atemnot
  • Halsschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Juckreiz (besonders im Bereich der Augen)
  • unruhiger Schlaf

Die Leiden treten hauptsächlich in Räumen wie dem Schlafzimmer auf, da die Konzentration an Milbenkot dort am höchsten sind. Außerhalb solche Räume können die Beschwerden aber komplett abklingen. So gibt es beispielsweise Menschen, die in ihrem Schlaf- oder Wohnzimmer Atemnot und juckende Augen bekommen, aber sich völlig gesund fühlen, wenn sie diese Orte verlassen.

Wer einige oder alle der aufgeführten Anzeichen regelmäßig verspürt, der kann einen Allergietest machen, um herauszufinden, ob er tatsächlich gegen Hausstaub allergisch ist. Die meist verbreitete Variante ist dabei der sogenannte Pricktest, der beim Hausarzt durchgeführt wird. Der Arzt malt dazu ein kleines Raster auf den Arm oder auf den Rücken eines Patienten und träufelt dann verschiedene Allergene innerhalb der Raster auf die Haut des Patienten. Anschließend wird die Haut in den Rastern leicht angeritzt, damit die Allergene mit den Abwehrkörpern im Blut in Berührung kommen können. Wenn eine Allergie vorliegt, dann bildet sich eine Rötung oder auch eine kleine Pustel an der entsprechenden Stelle. Anhand des Rasters kann der Arzt genau ablesen, auf welches Allergen der Körper reagiert und somit die Art der Allergie bestimmen. Empfehlenswert sind Allergietests die Sie auch zu Hause durchführen können. 

VEROVAL Allergie-Erkennung Selbsttest 1 St Test
4 Bewertungen
VEROVAL Allergie-Erkennung Selbsttest 1 St Test
  • PZN-11648276
  • 1 St Test
  • freiverkäuflich

Die Behandlung – Mittel gegen die Hausstauballergie

Um Hausstaubmilben zu bekämpfen, gibt es unterschiedliche Ansätze. Ein einfaches Hausmittel gegen einen Ausschlag ist zum Beispiel Teebaumöl, das gegen ein Jucken lindernd wirkt.

Langfristig ist es zudem wichtig, die Konzentration der Allergene so gut wie möglich zu verringern. Das bedeutet, dass der Hausstaub regelmäßig beseitigt werden muss, damit typische Milbennester immer wieder aus dem Zuhause entfernt werden. Es reicht aber nicht nur, die Wohnung immer durchzusaugen, da Hausstaubmilben auch Staubsauger überleben können. Normale Staubsauger eignen sich hier nicht gut. Wir empfehlen folgende 2 Produkte:

Der Staubbeutel muss also ebenso regelmäßig geleert werden. Eine weitere Maßnahme ist die Behandlung von Möbeln wie dem Bett, dem Sofa oder auch dem Teppich mit einem speziellen Milbenspray, um die Milben zu töten. Auch Luftreiniger können dabei helfen, die Reaktionen einer Allergie zu verringern, da sie Staub aus der Luft herausfiltern.

Für das Schlafzimmer gibt es Bettbezüge gegen Hausstaubmilben. Diese bestehen aus einem speziellen Gewebe, auf dem die Milben sich nicht einnisten können. Häufig findet man diese Wäsche auch unter der Bezeichnung Encasing.

Allergiepatienten können aber auch durch eine Hyposensibilisierung therapiert werden. Bei dieser Behandlung erhalten die Patienten die Medikamente verabreicht, die die Allergene in kleiner Konzentration enthalten. Auf diese Weise wird ein Gewöhnungseffekt im Immunsystem provoziert, sodass es immer größere Mengen an Allergenen braucht, um eine allergische Reaktion auszulösen. So eine Therapie dauert im Durchschnitt zwischen 3 und 5 Jahre, bevor ein Patient als Allergiefrei gilt.

Es gibt aber auch Mittel für Allergiker, die kurzfristig wirken und beispielsweise beim akuten Auftreten von Symptomen eingenommen werden können.

Hausstaubmilben vorbeugen – 3 Tipps

Es gibt verschiedene Dinge, die unternommen werden können, um gegen die unerwünschten Spinnentiere vorzugehen.

Zimmertemperatur im Schlafzimmer regulieren:

Wie bereits erwähnt, bevorzugen die Milben warme Umgebungen. Temperaturen von 23° bis 30° sind für sie sehr angenehm. Wird es dagegen kühler, werden die Milben träge. Sie fressen nicht mehr so viel und können sich nicht so gut fortpflanzen. Darum sollte die Temperatur gerade im Schlafzimmer nicht höher als 18° sein, damit die Milben sich nicht einnisten.

Regelmäßig saubermachen:

Die ganze Wohnung sollte regelmäßig gründlich von Staub befreit werden. Dadurch lassen sich die meisten Hausstaubmilben beseitigen. Außerdem entzieht man ihnen auf diese Weise ihre Hauptnahrungsquelle, sodass sie eher eingehen und verhungern. Zudem sollten der Bettbezug, Kissen, Decken und Lacken regelmäßig bei mindestens 60° für 1 Stunde mit einem sensitiven Waschmittel gewaschen werden. Milben, die sich im Gewebe verstecken, werden dadurch abgetötet und aus der Bettwäsche beseitigt. Bei Bettwäsche gegen Hausstaubmilben sollten zudem die Reinigungshinweise beachtet werden.

Häufig lüften:

Die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung kann reduziert werden, indem häufig gelüftet wird. Dabei reicht es schon, wenn immer nur für 5 Minuten stoß-gelüftet wird, um die Luftfeuchtigkeit deutlich zu senken. Das häufige Lüften hilft außerdem dabei, das Risiko der Schimmelbildung zu verringern und den Milben so eine ihrer Nahrungsquellen zu nehmen.

Wie funktioniert der Hausstaubmilben Test? Schritt für Schritt Anleitung

1) Als Erstes wird der Staubsammler mit Hilfe des Papierstreifens im Staubsauger angebracht. Die Kappe des Sammlers muss in das Gehäuse des Saugers zeigen. Anschließend wird die zu untersuchende Textilie abgesaugt.

2) Als Nächstes wird der Staub aus dem Staubsammler entnommen. Wenn mehrere Objekte untersucht werden sollen, muss der Staubsammler vor der Nutzung immer wieder gereinigt werden.

3) Im Anschluss wird der Staub in die Vertiefung der Plastikbox gegeben und mit der Testflüssigkeit übergossen. Anschließend muss die Mischung gründlich umgerührt werden.

4) Zum Abschluss wird der Teststreifen in die Flüssigkeit getaucht. Nach einer Minute kann der Streifen entnommen und mit der beigelegten Farbskala verglichen werden. Je dunkler die Verfärbung ist, desto höher ist die Konzentration an Milbenausscheidungen.

Testen Sie ihren Haushalt auf Milbenbefall:

Acarex Hausstaubmilben-Test
  • Hausmilben
  • Allergietest/ Kühlware!
  • Milben

Fazit:

Hausstaubmilben sind störende Untermieter, die in nahezu jedem Haus und jeder Wohnung vorkommen. Sie sind nahezu unsichtbar und stellen für viele Menschen ein Problem dar, weil sie durch ihre Ausscheidungen Allergien auslösen können. Doch es gibt Möglichkeiten, um die kleinen Tiere loswerden zu können und Milbenfrei zu leben.

[Gesamt:2    Durchschnitt: 4.5/5]