Milben beim Wellensittich

Milben beim Wellensittich

Milbenbefall bei Wellensittiche

Milben sind ein weitverbreitetes Problem, mit dem viele Tierhalter und ihre Lieblinge zu kämpfen haben. Bei Wellensittichen ist insbesondere der Befall durch die sogenannten Grab- bzw. Räudemilben verbreitet, welcher häufig zunächst unbemerkt bleibt. Mit einer geeigneten Behandlung, die unter anderem durch diverse Hausmittel erfolgen kann, kann dem Sittich jedoch schnell und effektiv geholfen und einer weiteren Erkrankung vorgebeugt werden.

Welche Milben kann ein Wellensittich haben?

Die Grab- bzw. Räudemilben sind Parasiten von einer Größe von 0.3 x 0.4 Millimetern. Dadurch sind sie mit bloßem Auge nicht erkennbar, weshalb die Erkrankung des Vogels im Anfangsstadium nur schwer bis überhaupt nicht erkennbar ist. Erst in ihrem späteren Verlauf machen sich die Milben am Schnabel vom Wellensittich durch kalkartige oder gelbliche Ablagerungen bemerkbar.

Diese „Schnabelmilben“ sind Ektoparasiten, befallen also nur den äußeren Körper des Tieres und siedeln sich ausschließlich in und auf der Haut ihres Wirtes an. Ihren Lebensraum bietet ihnen dabei die Epidermis des Sittichs, in welcher die Spinnentiere, die jeweils eine nur kurze Lebensdauer von 12 bis 21 Tagen haben, ihre Eier ablegen, aus denen nach drei bis fünf Tagen die Larven schlüpfen. Außerhalb der Oberhaut des Tieres sind sie jedoch nicht überlebensfähig.

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Wo kommt der Wellensittich mit Milben in Kontakt?

Die Infizierung durch Grabmilben ist vor allem für Jungtiere ein Risiko und findet zumeist beim Kontakt mit von den Parasiten befallenen Elterntieren bei der Fütterung statt. Für erwachsene Tiere ist die Gefahr des Befalls durch Milben dagegen relativ gering.

Für alte oder kranke Vögel besteht dennoch die Gefahr der Infektion durch den Kontakt mit von Milben befallenen Wildvögeln, welche sich jedoch in Grenzen hält.

Wie schütze ich meinen Wellensittich vor Milben?

Entsprechend sollte der Kontakt von Wellensittichen mit einem geschwächten Immunsystem mit anderen Wildvögeln grundsätzlich vermieden werden. Zudem sind regelmäßige Besuche beim Tierarzt sehr wichtig, da der Infektion des Tieres im Nestlingsalter grundsätzlich nur schwer verhindert werden kann und eine bestehende Infektion beim Kauf des Sittichs unmöglich zu erkennen ist. Die Möglichkeiten der Vorbeugung eines Befalls sind außerhalb von regelmäßigen Check-ups bei einem Facharzt für den Halter daher sehr begrenzt.

Grundsätzlich jedoch sollte das Stresslevel des Tieres gering gehalten werden, da es zu einer Schwächung des Immunsystems führen und einen Befall durch Grabmilben begünstigen kann.

Milben beim Wellensittich erkennen: Welche Symptome gibt es?

Wie bereits erwähnt, ist der Befall durch Grabmilben in seinem Anfangsstadium nur sehr schwer bis gar nicht erkennbar. Erste Symptome können beim Sittich erst Jahre nach einer Infektion auftreten.

Zunächst ist der Milbenbefall vor allem durch weiße und gelbliche Ablagerung am Schnabel, später im Kloakenbereich und an Flügeln und Füßen des Vogels erkennbar. Wird der Befall nicht umgehend behandelt, kann dies zu schwereren Folgen wie zu Juckreiz und Schmerzen des Tieres aber auch zum Verlust des Gefieders, der Krallen oder sogar von Gliedmaßen führen.

Die Behandlung: Mittel gegen Milben beim Wellensittich

Der Milbenbefall kann unter Umständen selbstständig behandelt werden. Bei Grabmilben bietet sich dabei Paraffinöl an, welches die Bohrlöcher, in denen die Milben ihre Eier ablegen verstopft und sie damit erstickt. Das Bestreichen der befallenen Stellen mit Paraffinöl sollte jedoch nur mit Vorsicht geschehen, da das Öl nicht in die Augen oder den Schnabel des Tieres gelangen sollte. So können unangenehme Folgen für das Tier wie Schmerzen oder Verdauungsbeschwerden vermieden werden.

Auch das selbstständige Behandeln des Tieres durch Milbenmittel für Wellensittiche sollte vermieden werden. Ein Milbenspray für Wellensittiche klingt wie eine einfache Lösung, kann jedoch dem Tier ebenso schaden wie den Parasiten, gegen die eigentlich vorgegangen wird.

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Milben bei Wellensittichen vorbeugen: 3 Tipps

Bei der Vorbeugung von Milben bei Wellensittichen sollten also grundsätzlich drei wichtige Punkte beachtet werden:

  1. Regelmäßige Tierarztbesuche, um einen Milbenbefall rechtzeitig zu erkennen.
  2. Verminderung von Stress und Aufregung beim Tier, um eine Schwächung des Immunsystems zu vermeiden.
  3. Den Sittich von anderen, möglicherweise von Parasiten befallenen Wildvögeln fernhalten.

Können sich Milben beim Wellensittich auf den Menschen übertragen?

Ein Befall durch Grabmilben ist für den Menschen nicht ansteckend. Beim Umgang mit dem gefiederten Liebling besteht also kein Grund zur Sorge. Auf Vorsichtsmaßnahmen kann dementsprechend verzichtet werden.

Wie viel kostet die Behandlung beim Tierarzt?

Die Kosten für eine Untersuchung des Wellensittichs, als auch die Behandlungskosten bei einem Milbenbefall liegen bei ca. 20 bis 30 Euro und sind daher nicht sehr hoch. Daher lohnt sich stets ein Besuch bei einem vogelkundigen Arzt, bevor zu Hausmitteln gegriffen wird. Der Tierarzt kann den Sittich mit einem entsprechenden Medikament behandeln und dem Milbenbefall dauerhaft ein Ende setzen.

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