Futtermilben

Was sind Futtermilben? Futtermilben oder auch Vorratsmilben sind ca. 300 µm kleine Spinnentierchen, die nahe verwandt mit den Hausstaubmilben sind. Ihr Vorkommen ist vollkommen natürlich und zumeist nicht schädlich. Sie haben einen ovalen Körper mit haarförmigen Borsten und acht Beine.

Grundsätzlich sind Milben sehr widerstandsfähig, bevorzugen aber Temperaturen von 22-25 °C und etwa eine Luftfeuchtigkeit von 80 %.

Vor allem Getreide und Heu bietet ihnen eine nährstoffreiche Umgebung. Futtermilben findet man oft im Trockenfutter , aber sie kommen auch im Hausstaub vor. Sowohl in Hundefutter als auch in Katzenfutter kann der Befall des Futters schon vor der Herstellung erfolgen, wenn die Rohstoffe bereits kontaminiert sind. Doch auch während der Herstellung, Lagerung und zu Hause nisten sich schnell Futtermilben ein, wenn das Futter nicht Luftdicht verpackt ist.

Obwohl diese winzigen Tierchen zumeist keinerlei Grund zu Sorge sind, treten immer wieder Futtermilbenallergien sowie Hausstauballergien bei Haustieren auf. Diese werden von den Milben selbst und den Eiweißbestandteilen ihrer Exkremente ausgelöst. Ist ein Tier von einer Allergie betroffen, zeigt sich dies durch einen starken Juckreiz, der dazu führen kann, dass sich das Tier intensiv kratzt. Dies kann bis zu Verletzungen der Haut und daraus resultierenden Entzündungen führen.

Eine Futtermilbenallergie beim Pferd tritt immer häufiger auf und äußert sich ebenfalls durch Juckreize. Da Pferde meist in Boxen mit Stroh stehen und Heu zu fressen bekommen, ist es schwieriger sie vollkommen von Milben zu befreien.

Was tun gegen Futtermilben?

Um die Tiere vor dieser Qual zu bewahren, ist es wichtig Futtermilben vorzeitig erkennen zu können. Erkennbar sind sie durch den typischen, bräunlichen Milbenstaub und den Kroketten, die sich am Boden der Verpackung des Hunde- oder Katzenfutters absetzt. Ebenfalls möglich ist ein minziger Geruch, der bei Futtermilben vorkommt.

Futtermilben in Katzenfutter

Futtermilben bekämpfen ist im Futter oft unmöglich. Bereits kontaminiertes Futter sollte weggeworfen werden und die Behälter ausgiebig zu reinigen. Häufig ist zu lesen, dass es hilft das Futter einzufrieren, um die Milben abzutöten, allerdings hemmt dies nur deren Vermehrung. Bereits vorhandener Milbenkot kann weiterhin allergische Reaktionen beim Haustier auslösen.

Stattdessen sollte neues Hundefutter ohne Futtermilben angeschafft werden. Dabei kann schon im Fachhandel erfragt werden, wie das Futter gelagert wurde und darauf geachtet werden, dass es luftdicht verpackt und nicht abgelaufen ist. Zu Hause wird das Futter dann in einem extra Behälter, der regelmäßig gereinigt wird, luftdicht aufbewahrt.

Die Beste Lösung Futtermilben schnell abtöten zu können ist es, Tierbetten oder Ähnliches regelmäßig bei 60 °C zu waschen und die Umgebung mit Milbenspray zu behandeln. Um zusätzlich das Haustier möglichst wenig in Kontakt mit Vorratsmilben kommen zu lassen, empfiehlt es sich beispielsweise das Tier während des Staubsaugens auszuquartieren. Da besonders im Schlafzimmer in Matratzen und Bettzeug viele Milben leben, sollte der Hund oder die Katze sich möglichst nicht dort aufhalten.

Auch bei Pferdefutter gilt, dass der Trog und die Tränke sauber gehalten werden müssen. Außerdem sollte frisches Futter von guter Qualität gefüttert werden, dass zusätzlich noch angefeuchtet wird, um Milben zu vermeiden.

Futtermilben vorbeugen – 3 Tipps

1. Das Futter richtig lagern

Um Futtermilben vorzubeugen empfiehlt es sich, das Trockenfutter nicht in der Nähe von menschlichen Nahrungsmittel oder beispielsweise dem Hundebett zu lagern. Das Futter muss luftdicht verschlossen und bei Entnahme nur kurz geöffnet werden. Allgemein sollte eine lange Lagerung durch den regelmäßigen Kauf kleinerer Mengen vermieden werden.

2. Regelmäßige Hygiene

Das Gefäß in dem das Futter gelagert wird muss häufig gereinigt werden. Die Hundedecke oder das Katzenbett müssen etwa einmal die Woche bei 60 °C gewaschen werden.

3. Die Lebensbedingungen für Milben verschlechtern

Hausstaub kann durch saugen und wischen verringert werden, was die Vermehrung der Milben hemmt. Außerdem hilft es auch, in der Wohnung eine Luftfeuchtigkeit unter 50 % anzustreben, da die Vorratsmilben dann austrocknen. Auch bei der Lagerung des Futters sind kühle und trockene Räume von Vorteil.

Fazit:

Eine Allergie auf Futtermilben wird oft nicht sofort erkannt, weshalb es gut ist, die Symptome zu kennen, um möglichst schnell handeln zu können. Während es anfangs oft so aussieht, dass der Umgang mit einer Futtermilbenallergie sehr aufwändig ist, hilft es meist schon ein paar einfache Regeln zu beachten. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ausreichende Hygiene und die richtige Lagerung des Futters von großer Wichtigkeit sind.

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