Spinnmilben an Pflanzen

Spinnmilben beim aneinander Abseilen

Was sind Spinnmilben? Die Spinnmilben gehören zu der Familie der Spinnentiere und den Milben. Von ihnen gibt es weltweit über 1200 unterschiedliche Arten. Der lateinische Fachbegriff lautet Tetranychidae. Sie gelten in Deutschland als Pflanzenschädlinge, die sich vom Saft unserer Haus- und Gartenpflanzen und auch von Pflanzen im Gewächshaus ernähren.

Woher kommen Spinnmilben?

Spinnmilben sind Parasiten. In Deutschland tritt die „gemeine Spinnmilbe“ am häufigsten auf und zählt zu den roten Spinnmilben. Sie zählt zu den echten Spinnmilben, d.h. sie spinnt Netze zu ihrem Schutz und isst sich an über 100 Pflanzenarten gerne satt. So befällt sie Kulturpflanzen wie den Buchsbaum ebenso wie Zierpflanzen wie Oleander und Hortensien aber auch Nutzpflanzen wie Gurken, Tomaten oder den Zitronenbaum.

Spinnmilben bevorzugen es trocken und warm. Ihre optimale Lebenstemperatur liegt bei 22 bis 20°C. Feuchtigkeit und Nässen mögen sie hingegen überhaupt nicht. Weswegen Spinnmilben häufig zum Überwintern auf die Zimmerpflanzen überspringen. Zum Überwintern suchen sich in der Regel die Weibachen ab August / September einen gemütlichen Platz unter Laub und Baumrinden.

Spinnmilben sitzen immer auf der Unterseite der Pflanzenblätter und nur bei Überpopulation weichen sie auf die Oberseite befallender Blätter aus. Übertragen werden können sie durch Erde, neue Garten- oder Zimmerpflanzen oder auch durch den Wind.

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Welche Pflanzenarten können von Spinnmilben befallen werden?

Spinnmilben sind vielfältig und ihr Lebensraum noch vielfältiger. So auch die Pflanzenarten, an denen sie sich gerne heimisch einrichten und satt essen. Je nach Spinnmilbenart können auch unterschiedliche Wirtspflanzen befallen werden.

Die gemeine Spinnmilbe bevorzugt ein sehr weites Wirtsspektrum. Sie mag Kartoffeln, Erbsen, Äpfel, Trauben, Birnen, Baumwolle, Hanf und sämtliche Zierpflanzen. Sind Spinnmilben an Rosen, so wird es auch die gemeine Spinnmilbe sein. Die Obstbaumspinnmilbe hingegen mag am liebsten Fruchtbäume wie Pflaume, Birne, Apfel aber auch Johannisbeeren. Die Lindenspinnmilbe bevorzugt, besonders im Winter die Linde, aber auch andere Baumstämme zum Überwintern. Die Orchideenspinnmilbe mag gerne Zitruspflanzen und, wie der Name aussagt, auch gerne Orchideen. Dieses sind übrigens auch die in Deutschland am häufigsten vorkommenden Spinnarten.

Wie sehen Spinnmilben aus?

Spinnmilben besitzen vier Beinpaare die an einem, die Hinterbein- und Kopfsegmente einschließenden, birnenförmigen Körper sitzen. Sie werden zwischen 0.25 und 0,8 mm groß und die Weibchen tendieren dazu größer als die Männchen zu sein. Mit dem bloßen Auge sind sie beide aber sehr schwer erkennbar. Die Körperfarbe ist je nach Spinnmilbenart unterschiedlich und reicht von leicht grünlich über gelb bis hin zu rotbraun. So gibt es auch kleine rote Spinnmilben.

Auch ist die Farbe vom Alter der Spinnmilben sowie ihrer Ernährung abhängig. Typisch für Spinnmilben ist allerdings ist weithäutiger Körper, der lichtdurchlässig ist.

Ebenfalls weisen alle Spinnmilbenarten ein besonderes Mundwerkzeug auf, mit dem sie sich an unseren Haus- und Gartenpflanzen satt essen können. Dazu verfügen sie über Stechborsten, mit denen sie in die Epidermis unserer Pflänzchen stechen und deren Saft dort aussaugen. Gleichzeitig verfügen sie über ein weiteres spezielles Mundwerkzeug, mit dem sie feine, schützende Netze, um sich und ihre Essensstelle weben können.

Spinnmilben erkennen

Im Video lassen sich die Spinnmilben sehr gut erkennen. Sie bauen kleine Gespinste, vergleichbar wie ein Spinnennetz. Am besten wäre es die Spinnmilbe bereits frühzeitig zu erkennen. Hierzu kann man die Blattunterseite auf Eigelege überprüfen. Ein Indiz für den Befall der Milbe sind weiße pünktchen auf den Blätter. Saugen die Spinnmilben bereits an den Blättern, sind braun gesprenkelte Verzweiungen sehr gut zu erkennen. Nach kurzer Zeit begeinnen sich die Bläter einzurollen und sterben ab. Seinen Spinnmilbenbfall kann bei Zier- und Zimmerpflanzen ganzjährig geschehen, im Freiland von Frühling bis Herbst.

Die Behandlung – Mittel gegen Spinnmilben

Wer unter Spinnmilbenbefall zu leiden hat, hat ein ganzes Repertoire an Möglichkeiten an der Hand die Spinnmilben bekämpfen zu können. Weisen ihre Zier-, Kultur- oder Nutzpflanzen folgendes Schadbild auf, ist von einem schädlichen Befall von Spinnmilben auszugehen: Die Blätter verfärben sich in ein mattes grün, haben gesprenkelte silbrige Blattflecken, vertrocknen und sterben schließlich ab. Doch was kann man gegen diesen Befall tun?

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Chemische Behandlung

Einer Behandlung mit chemischen Mitteln ist nur bei einem sehr intensiven Befall und als äußerste Maßnahme zuzustimmen. Hier heißt es dann aber auch zu den Produkten im erhobeneren Preissegment zurückzugreifen. Denn die Wirkung günstigerer chemischer Mittel ist mit der Wirkung anderer Hausmittel vergleichbar und daher weniger Erfolgsversprechend. Denn diese Behandlungsmaßnahmen sollten bereits erfolgt sei … und das eigentlich mit positivem Erfolg.

Spinnmilben bekämpfen
Spinnmilben bekämpfen

Spinnmilben natürlich bekämpfen

Ein sehr erfolgreiches Mittel zur Bekämpfung von Spinnmilben ist das Einsprühen betroffener Pflanzenblätter mit Rapsöl oder Schmierseife. Während das Öl die Atemöffnungen der Spinnmilbe verklebt, macht die Seife es den kleinen Krabblern weniger leicht an den Blättern haften zu bleiben. Eine Kombination aus beidem ist die ultimative Waffe. Als ebenso hilfreich wird Knoblauch gegen Spinnmilben und Neemöl betrachtet.

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Raubmilben gegen Spinnmilben

Wer auf biologische Bekämpfung setzt und auch vorbeugend etwas gegen den Befall tun möchte, setzt auf Raubmilben. Sie sind besonders effektiv in ihrer Leistung in Gewächshäusern und Wintergärten. Raubmilben ernähren sich von anderen Insekten und können gezielt selbst Eier und Larven der Spinnmilbe aufspüren. Eine Raubmilbe kann ihrem kurze Leben bis zu 50 Spinnmilben und 200 ihrer Eier verspeisen. Raubmilben lassen sich auch online bestellen -> Klick*

Fazit:

Ein Befall von Spinnmilben ist nicht angenehm für unsere Pflänzlein. Doch mit den richtigen Mitteln kann schnell etwas gegen sie unternommen werde. Ob vorbeugend, zur Pflanzenstärkung oder beim akuten Befall – hier finden sie Produkte, die Ihnen weiterhelfen und den Spinnmilben das Leben schwer machen.

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