Milben bei Schlangen

Milben bei Schlange

Bei Schlangen sind die am häufigsten vorkommenden Parasiten die sogenannten Schlangenmilben (Ophionyssus natricis). Milben bei Schlangen sind kein selten auftretendes Phänomen, es gibt kaum einen Schlangenhalter, der nicht einmal im Leben seiner Schlangen mit diesen Milben konfrontiert wird. Milben im Terrarium wie die rote oder weiße Milbe kann aber bekämpft werden. Erkennbar werden die ungebetenen Mitbewohner als sehr kleine, schwarze Punkte, welche besonders in den Abendstunden und nachts auf dem Körper der Schlange in Bewegung sind. Auch für den Besitzer der Schlangen ist dann Vorsicht geboten, denn die Schlangenmilben können Menschen ebenfalls befallen. Sollten hier Symptome bemerkt werden, ist es empfehlenswert kurzfristig einen Arzt aufzusuchen.

Welche Symptome gibt es?

Ein Milbenbefall kann dadurch erkannt werden, dass die Tiere durch den von den Milben ausgelösten Juckreiz nervöses Verhalten zeigen und sich oft ins Wasser zurückziehen, um sich von dem Juckreiz zu befreien. Wenn die Schlange Milben hat, kratzt sie sich die Schlangen auch an Gegenständen, die sich in ihrem Gehege befinden. Im Wasserbecken lassen sich die abgestorbenen Milben gut als schwarze kleine Punkte identifizieren. Die Milben setzten sich bevorzugt an den Augen der Tiere fest, was zu Entzündungen führt und durch geschwollene Schuppen an den Augen erkannt werden kann. Die Augen der Schlange treten in diesem Fall in die Schuppenhöhle zurück.

Die Behandlung von Milben bei Schlangen

Die Behandlung der Milben kann sich äußerst aufwendig gestalten und muss in jedem Fall in mehreren Anwendungen wiederholt werden, auch wenn augenscheinlich nach der ersten Behandlung die Milben verschwunden sind. Anti-Milben-Produkte aus Zooläden sollten für die Bekämpfung nicht verwenden, da die Produkte oft wirkungslos sind, dazu gehören auch Milben Strips für Reptilien. Da der Milbenbefall für die Tiere wirklich gefährlich werden kann sollte ein Tierarzt aufgesucht werden. Oft wird von diesem das Mittel „Neguvon“ verschrieben. Hier können allerdings stärker ausgeprägte Nebenwirkungen bei den Tieren auftauchen. Viele Tierärzte verschreiben es deshalb nicht mehr sondern greifen auf die Mittel Ardap, Blattanex (mit Dichlorvos als Wirkstoff) oder Frontlin(Fipronil) zurück.

Bei der Bekämpfung der Milben bei Schlangen muss stets darauf geachtet werden, dass die richtige Balance zwischen dem Abtöten der Parasiten und dem Wohl der Schlange gefunden wird. Daher sollte die Dosierung der aufgeführten Produkte immer nur sehr vorsichtig erfolgen.

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Wie schütze ich meine Schlange vor Milben?

Da wie oben beschrieben die Behandlung von Parasiten bei Schlangen äußerst aufwendig ist, ist es am besten, der Besiedelung von Milben im Vorfeld vorzubeugen. Wichtig sind hierbei Stressreduktion für die Tiere, damit ihr Immunsystem nicht geschwächt wird und optimale Bedingungen für die Haltung im Terrarium der Schlangen zu schaffen. Sollten einmal neue Schlangen in die Gruppe kommen, so sollten diese erst einige Zeit in Quarantäne gehalten werden, damit ausgeschlossen ist, dass diese Milben mitbringen und die restlichen Tiere damit infizieren.

Milben sind also ein bekanntes aber dennoch nicht zu unterschätzendes Problem bei Schlangen. Sollte ein Befall mit Milben bemerkt werden, sollte schnell gehandelt werden, damit sich der Befall nicht immer weiter ausbreitet. Soweit es sich vermeiden lässt, sollte von einem umfangreichen Einsatz von chemischen Bekämpfungsmitteln abgesehen werden, denn diese setzen zwar den Parasiten ordentlich zu, aber natürlich auch den Schlangen selber. Die beste Lösung ist, einem Milbenbefall direkt Vorzubeugen, indem das Immunsystem der Schlangen gestärkt wird und die Hygiene und Sauberkeit in ihrem Lebensraum gewährleistet ist.

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