Leinenbettwäsche gegen Hausstaubmilben

Viele Menschen leiden an einer Hausstaubmilbenallergie, umgangssprachlich auch Hausstauballergie genannt. Einigen ist dieser Umstand vielleicht sogar nicht bekannt. Milben nisten sich ganz besonders in unseren Schlafzimmern, bzw. Betten ein, denn dort herrschen die besten Verhältnisse für ihr Wohlbefinden: Wärme, Feuchtigkeit und Hautschuppen in Hülle und Fülle, von denen sie sich ernähren.

Wer morgens müde aufwacht, obwohl er eigentlich einen ruhigen Schlaf hatte, morgens niest, eine juckende Nase oder juckende Augen hat, der sollte sich einmal auf eine Hausstaubmilbenallergie testen lassen.

Wenn dem so ist, sollte man ganz besonders Wert auf die richtige Wahl der Bettwäsche legen, denn diese kann schnell Abhilfe schaffen für Allergiker. Leinen eignet sich hier ganz besonders.

Warum Milben keine Leinenbettwäsche mögen

Leinen bringt von Natur aus Eigenschaften mit, die dazu führen, dass Milben sich hier ganz und gar nicht wohl fühlen. Leinen hat eine sehr glatte Struktur und fein und dicht gewebt. So bietet es Milben, Schmutz und Bakterien eine sehr geringe Angriffsfläche.

Außerdem ist Leinen sehr atmungsaktiv und nimmt Feuchtigkeit, die wir beim Schlafen durch Schwitzen produzieren, sehr gut auf. Anschließend wird die Feuchtigkeit aber auch relativ schnell wieder an die Umgebungsluft abgegeben.

Die warme Luft wird durch die glatte Oberfläche ebenfalls weniger stark in der Bettdecke festgehalten. Das Ergebnis ist ein trockneres und kühleres Schlafklima, als in anderen Bettwäsche-Materialien. Genau das Gegenteil von dem, was Milben mögen.

Leinenbettwäsche gilt aufgrund seiner Struktur als bakterien- und schmutz- und staubabweisend. Man sagt ihr auch entzündungshemmende Eigenschaften nach.

Welche Leinenbettwäsche gegen Milben?

Leinenbettwäsche gibt in zahlreichen Variationen und Dichtegraden. Wer Milben in seiner Schlafumgebung reduzieren möchte, der sollte sich für eine nicht all zu dicht gewebte, also eine eher leichte Leinenbettwäsche entscheiden.

Die leichte Leinen-Bettwäsche (ca. 175 g/m²) ist noch luftdurchlässiger als dichter gewebte, schwere Leinenstoffe (ab 250 g/m²). Dadurch schwitzt man weniger und produziert somit auch weniger Feuchtigkeit, die den Milben entgegenkommen würde.

Allergiker sollten zu einer ungefärbten Leinenbettwäsche greifen. Diese kann man problemlos bei 60 Grad waschen, siehe auch leinenlieb.de. Die Bettwäsche sollte im besten Fall alle 14 Tage bei 60 Grad gewaschen werden, um den Milben möglichst effektiv den Kampf anzusagen.

Gefärbte Leinenbettwäsche sieht zwar sehr schön aus, sollte aber der Haltbarkeit der Farbe zuliebe möglichst nur bei 30 Grad gewaschen werden. Deshalb sollten Allergiker besser auf die gefärbte Bettwäsche verzichten. Natürliches Leinen hat aber glücklicher Weise eine sehr schöne Sandfarbe und passt so sehr schön in jede Schlafzimmereinrichtung.

Vor- und Nachteile von Leinenbettwäsche

Neben den milbenabweisenden Eigenschaften hat Leinen auch den Vorteil, dass es sehr pflegeleicht, robust und strapazierfähig ist. So hält Leinenbettwäsche bei richtiger Pflege oft ein Leben lang. Leinen gehört zudem zu den nachhaltigeren Materialien für Bettwäsche. Es ist zu 100% ein Naturprodukt und damit biologisch abbaubar.

Dazu kommt, dass bei der Produktion vergleichswenig wenig Pestizide eingesetzt werden, weil Leinenpflanzen von Natur aus sehr robust und kaum auf menschliche Hilfe angewiesen sind. Zur Sicherheit kann man als Allergiker natürlich auch auf reine Bio-Leinen-Bettwäsche zurückgreifen.

Die Nachteile von Leinen-Bettwäsche liegen darin, dass Leinen aufgrund seiner aufwendigen Produktion und der hohen Qualität preislich deutlich über anderen Bettwäsche-Materialien liegt. Als Allergiker ist man es aber oft schon gewohnt, sich für teurere Materialien entscheiden zu müssen, um die Allergielast möglichst gering zu halten.

Leinen-Bettwäsche ist außerdem sehr knitteranfällig. Leinenliebhaber schätzen geraden diesen Knittereffekt von Leinen, während andere sich daran stören.

Leinenbettwäsche gegen Milben: Ja oder nein?

Leinenbettwäsche bietet aufgrund seiner natürlichen Eigenschaften sehr gute Voraussetzungen um die Milben in der Schlafumgebung zu reduzieren. Sie hält das Klima im Bett trocken und kühl. Für Allergiker eignet sich Leinenbettwäsche daher besonders.

Im besten Fall kombiniert man seine Leinenbettwäsche noch mit einem Anti-Milben Encasing. Das ist ein Schutzbezug für die Matratze, der verhindert, dass man mit den in der Matratze befindlichen Milben in Kontakt kommt.