Rote Spinnen an Bäumen

Rote Spinnenmilbe

Rote Spinne an Bäumen

Die sogenannte Obstbaumspinnmilbe (Panonychus ulmi) gehört zu den Spinnmilben. Sie ist sehr oft, wie der Name schon sagt, an Obstbäumen zu finden. Besonders häufig befällt sie die Weinrebe, Apfel, Birne, Pflaume, Johannisbeere und Stachelbeere Schäden an. Sie Obstbaumspinnmilbe fühlt sich bei hohen Temperaturen und trockene Witterung sehr wohl und vermehrt sich dann auch am schnellsten.

Biologie

Diese Art überwintert im Eisstadium direkt an den Obstbäumen. Schon mit Beginn der Blüte schlüpfen die ersten Larven des Jahres. Die Weibchen breiten sich dann rasand aus und befallen die grünen Blätter. Die Eier der Obstbaumspinnmilbe werden an der Unterseite der Blätter abgelegt. Es dauert dann ca. 4 Wochen bis die neue Generation schlüpft. Ein warmes und trockenes Klima führt zu einem rasanten Anstieg der Tiere.

 

Wie erkenne ich Obstbaumspinnmilben?

Sie sind ca. 4 mm groß und haben eine rote Färbung. Ihre Beine sind mit feinen Harren bedeckt. Die Weibchen sind oft größer als die Männchen. Aufgrund Ihrer geringen Größe nur sehr schwer oder mit der Lupe zu erkennen. Es gibt jedoch ein typisches Schadbild, aus dem sich der Befall erkennen lässt. Bereits zu Beginn der ersten Blüte zeichnen sich auf dem Blättern Saugspuren ab, diese sich zunächst nur an den Blattadern finden lassen. Findet man derartige Spuren und feine, helle und braune Sprenkelungen an den Blattader, hat die Spinnmilbe den Baum befallen.

 

Auswirkungen

Das Triebwachstum ist durch den Befall der Milbe eingeschränkt. Es trifft oft eine verminderte Fruchtgröße auf und die Ausfärbung der Fruchte ist nicht vollständig. Weiterhin fallen bei einem Befall die Blätter meist vorzeitig ab. Die größte Gefahr ist ein verminderter Blütenbestand im Folgejahr, daher sollte man die Milbe schnell bekämpfen.

 

Rote Spinne natürlich bekämpfen

Bereits in den Wintermonaten sollten die Obstbäume auf Eier der Obstbaumspinnmilbe kontrolliert werden. Zu den typischen Eiablagestellen gehören die Blattunterseiten und die Äste. Die Eier sind mit dem bloßen Auge recht schwer zu erkennen, daher eignet sich eine Lupe* am besten.

Wie werde ich die Milbe wieder los? Eine rechtzeitige Bekämpfung der roten Spinne ist unerlässlich. Auch wenn bereits erste Milben im Frühjahr geschlüpft sind, kann man Sie noch wirksam bekämpfen.

Spritzen Sie den gesamten Baum mit lauwarmen Wasser ab. Achten Sie dabei darauf, dass Sie auch die Blattunterseiten mit dem Wasser besprühen. Das verringert die Population der Milbe beträchtlich.

Die Obstbaumspinnmilbe hat viele natürliche Feinde. Dazu zählen der Marienkäfer, Raubwanzen Florfliegen und Raubmilben. Letztere hat sich im Kampf gegen die Milben beim Obst- und Weinbau bewährt. Die Raubmilbe Typhlodromus pyri ist dabei als erste zu nennen. Sind 20-30% der Blätter mit Raubmilben besiedelt, reicht dies oft um den Bestand der Spinnmilben unter Kontrolle zu halten. Raubmilben sind wie auch Marienkäfer sogar im Gartenfachhandel und auch Online bestellbar.

Fazit:

Die Obstbaumspinnmilbe ist weit verbreitet. Bei rechtzeitiger Erkennung und Behandlung, steht einem langem Baumleben nichts mehr im Wege.

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  • PP-Raubmilben - Phytoseiulus persimilis Phytoseiulus persimilis ist der natürliche Feind der Gemeinen Spinnmilbe (Tetranychus urticae). Die erwachsene Raubmilbe ist 0,5-1,0 mm groß (etwa gleich groß wie der Schädling), leuchtend rot-orange gefärbt und hat eine birnenförmige Gestalt. P. persimilis hat auffällig lange Vorderbeine und ist sehr mobil. Die Raubmilben-Nymphen sind blaßrosa gefärbt und kaum von den Spinnmilben-Nymphen zu unterscheiden. Jede Raubmilbe saugt täglich ...
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